Traumatisierte Kinder sensibel begleiten, Teil 12: Was tun bei »seltsamen« Gefühlen traumatisierter Kinder? – Einsamkeit

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von Dr. Udo Baer

Traumatische Erfahrungen bewirken in den Kindern, dass sie in all ihrem Erleben erschüttert sind. Dazu gehört auch ihr Gefühlsleben. Manche Gefühle verschwinden scheinbar, andere werden stärker, wieder andere verändern sich in ihren Inhalten und ihrem Ausdruck. Deswegen werde ich in den folgenden Abschnitten auf einige dieser Gefühle eingehen, die Veränderungen durch traumatische Erfahrungen beschreiben und Ihnen Hinweise geben, wie Sie damit umgehen können.

Viele Kinder fühlen sich phasenweise einsam. Sie vermissen einen Freund oder haben eine Freundin verloren. Manche fühlen sich unverstanden und mit ihrem Kummer alleine gelassen. Solche Phasen der Einsamkeitsgefühle kommen und gehen. Bei traumatisierten Kindern können sich Gefühle der Einsamkeit festsetzen und zu einem Dauerzustand werden, so dass die Kinder sehr stark unter diesem Gefühl leiden.

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Stärken und aufrichten in Zeiten von Corona, Teil 1

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„Udo Baer und die Teams der Zukunftswerkstatt therapie kreativ und des Instituts für soziale Innovationen“

Gerade in Krisenzeiten ist es wichtig, auf mögliche Ängste – die eigenen, aber auch jene in der Familie und von Mitmenschen – einzugehen. Wir haben deshalb einige Methoden zusammengestellt, die dabei helfen können, die aktuelle Situation zu bewältigen.

Trost- und Wunschsteine

Suche dir ein paar handgroße Steine. Du kannst darauf Bilder malen oder etwas schreiben, was du dir wünschst oder was du anderen Menschen wünschst. Du kannst auch das malen, was dich tröstet und was auch andere Menschen trösten könnte. Bei deinem nächsten Spaziergang kannst du die Wunsch und Troststeine irgendwo hinlegen, wo sie gesehen und gefunden werden.

Es sind Kontaktgrüße ohne Kontakt.

Fensterbilder und Botschaften

Das Fenster ist jetzt die Schnittstelle zur Außenwelt, an der etwas stattfinden kann. Beispielsweise wird geklatscht und applaudiert für die Arbeit der Pflegekräfte in Krankenhäusern. Viele Menschen verabreden sich auch, um an geöffneten Fenstern Musik zu machen. Der Dalai Lama hat ein Mantra als Schutz für alle Menschen aufgeschrieben und viele Leute hängen es in ihre Fenster. Selbstgemalte und geschriebene Botschaften, die ins Fenster gehängt und geklebt werden, können ganz persönliche Grußbotschaften in die Welt hinaus senden.

Wunschpflanzen

Schreibe einen Wunsch auf einen Zettel, lege ein paar Blumensamen darauf und falte den Wunschzettel zusammen. Fülle einen Blumentopf mit Erde und lege den gefalteten Zettel auf die Erde, darüber kommt noch eine kleine Schicht Erde. Dann musst du jeden Tag gießen und nach einiger Zeit kannst du die Pflanzen wachsen sehen. Mit ihnen kommt auch dein Wunsch unsichtbar wieder heraus. Besonders schnell wachsen Kresse, Duftwicken und Klee!

Traumatisierte Kinder sensibel begleiten, Teil 11: Was tun bei »seltsamen« Gefühlen traumatisierter Kinder? – Mitgefühl

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von Dr. Udo Baer

Traumatische Erfahrungen bewirken in den Kindern, dass sie in all ihrem Erleben erschüttert sind. Dazu gehört auch ihr Gefühlsleben. Manche Gefühle verschwinden scheinbar, andere werden stärker, wieder andere verändern sich in ihren Inhalten und ihrem Ausdruck. Deswegen werde ich in den folgenden Abschnitten auf einige dieser Gefühle eingehen, die Veränderungen durch traumatische Erfahrungen beschreiben und Ihnen Hinweise geben, wie Sie damit umgehen können.

Das Mitgefühl ist die Fähigkeit, sich in das Leid und in die Freude anderer Menschen hineinzuversetzen. Lachen steckt an, genauso wie der Schmerz und das Weinen. Das Mitgefühl ist ein besonders wichtiges Gefühl für ein humanes Miteinander. Das Leid oder auch das mögliche Leid des anderen zu spüren, bremst die eigene Aggressivität und fördert die Solidarität. Alle Kinder verfügen über die Fähigkeit zum Mitgefühl, auch im Vorschulalter. Wie sie es leben und wie sie es umsetzen, das müssen sie lernen. Dafür brauchen sie gute Vorbilder durch uns Erwachsene.

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Zwei von drei Lehrern leiden unter beruflichem Stress – warum sich unsere Schulen verändern müssen

von Dr. Claus Koch

Dass laut einer repräsentativen Studie im Auftrag des Deutschen Philologenverbands, der die Interessen von rund 176.000 Gymnasiallehrer*innen in Deutschland vertritt, etwa zwei von drei Lehrern unter beruflichem Stress leiden, verwundert nicht. Unabhängig von der jeweiligen Fragestellung, nach welchen Kriterien solcherart Stress ermittelt wird, würden ähnliche Ergebnisse wohl auch bei der Befragung anderer Berufsgruppen ermittelt werden können. In einer auf Konkurrenz, Leistung, Rendite und entsprechenden Sparmaßnahmen insbesondere im personellen Bereich ausgerichteten Wirtschaftsordnung gibt es, wie sämtliche Umfragen zeigen, im beruflichen Alltag kaum noch stressfreie Zonen. Insofern ist an dieser Umfrage interessanter, womit die Lehrer*innen denn ihren Stress begründen: An erster Stelle nennen fast 95% der Befragten die zu großen Unterschiede zwischen den einzelnen Schülern. Und etwas mehr als die Hälfte fügt auf dem zweiten Platz der „Stress-Rangliste“ hinzu, dass sie unter „verhaltensauffälligen Schülern“ leiden, die den Unterricht stören. Im Folgenden einige Bemerkungen zu den beiden auffällig häufig genannten Stressfaktoren.

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Traumatisierte Kinder sensibel begleiten, Teil 10: Was tun bei »seltsamen« Gefühlen traumatisierter Kinder? – Scham

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von Dr. Udo Baer

Traumatische Erfahrungen bewirken in den Kindern, dass sie in all ihrem Erleben erschüttert sind. Dazu gehört auch ihr Gefühlsleben. Manche Gefühle verschwinden scheinbar, andere werden stärker, wieder andere verändern sich in ihren Inhalten und ihrem Ausdruck. Deswegen werde ich in den folgenden Abschnitten auf einige dieser Gefühle eingehen, die Veränderungen durch traumatische Erfahrungen beschreiben und Ihnen Hinweise geben, wie Sie damit umgehen können

Alle Kinder und auch wir Erwachsene kennen dieses unbeliebte Gefühl: Wir schämen uns. Worüber wir uns schämen und in welcher Weise wir dies ausdrücken, ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Kinder mit traumatischen Erfahrungen zeigen oft eine besonders intensive Scham. Diese tritt in vielen Situationen auf, die von anderen oft so eingeschätzt werden, als wäre eine Schamreaktion »unnötig« oder »unsinnig«. Andere Kinder mit traumatischen Erfahrungen schämen sich gar nicht mehr. Sie wirken schamlos. Um dies zu verstehen, müssen die Schamgefühle etwas genauer betrachtet werden. Wir unterscheiden zwischen natürlicher Scham und Beschämung.

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Traumatisierte Kinder sensibel begleiten, Teil 9: Was tun bei »seltsamen« Gefühlen traumatisierter Kinder? – Trauer

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von Dr. Udo Baer

Traumatische Erfahrungen bewirken in den Kindern, dass sie in all ihrem Erleben erschüttert sind. Dazu gehört auch ihr Gefühlsleben. Manche Gefühle verschwinden scheinbar, andere werden stärker, wieder andere verändern sich in ihren Inhalten und ihrem Ausdruck. Deswegen werde ich in den folgenden Abschnitten auf einige dieser Gefühle eingehen, die Veränderungen durch traumatische Erfahrungen beschreiben und Ihnen Hinweise geben, wie Sie damit umgehen können.

Wenn Menschen etwas verlieren, dann trauern sie und mit dem Trauern können sie diesen Verlust, zumindest nach und nach, bewältigen. Wird Trauer verboten oder bleibt ungelebt, dann gelingt oft das Loslassen nicht.

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Bindung und Bindungsprozesse vor und in der Schwangerschaft, Teil 5: Die Bindung zum Kind schon vor der Geburt herstellen, bewahren und stärken

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Von Dr. Claus Koch

Auch wenn die Bindungsforschung davon ausgeht, dass sich eine „echte“ Bindung als wechselseitiger Prozess zwischen dem Säugling und seinen wichtigsten Bezugspersonen erst ab etwa dem sechsten Lebensmonat konstituiert, finden bereits vor der Geburt und besonders während der Schwangerschaft bindungsähnliche Prozesse zwischen dem Ungeborenen und seinen künftigen Eltern, besonders der Mutter, statt, die für die Bindungsgeschichte des Babys und Kleinkindes von großer Bedeutung sein können.

In fünf Blogbeiträgen stellen wir in den nächsten Wochen die wichtigsten Passagen eines Vortrages vor, den Claus Koch auf der 6. Fachtagung „Frühe Hilfen“ im September dieses Jahres in Hofheim am Taunus hielt. 

Unsicherheiten, Ohnmachtsgefühle und Ängste gehören zu jeder Schwangerschaft. Sie sind Zeichen dafür, dass zum werdenden Kind eine enge und liebevolle Beziehung besteht, aufseiten der Mutter wie aufseiten des zukünftigen Vaters. Sie sind zunächst einmal ein gutes Zeichen. Nehmen sie überhand, ist jedoch Abhilfe nötig. Oft handelt es sich dabei um eher diffus erlebte Gefühle, die durch bestimmte „Maßnahmen“ nicht einfach aus der Welt zu schaffen sind. Entscheidend dafür, sie abzumildern ist neben Entspannungsübungen, einfühlsamen und aufmunternden Gesprächen, der Mutter das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit zukommen zu lassen, die ihr selbst, wie sich häufig herausstellt, als Baby und Kind selbst gefehlt haben. Aus bindungstheoretischer Sicht geht es darum, die Beziehung zwischen dem werdenden Kind und der werdenden Mutter zu stärken. Es geht dabei, so, wie später nach der Geburt, um die auch jetzt schon beim Ungeborenen vorhandenen existenziellen Bedürfnisse von

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Traumatisierte Kinder sensibel begleiten, Teil 7: Was tun bei »seltsamen« Gefühlen traumatisierter Kinder?- Misstrauen

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Von Dr. Udo Baer

Traumatische Erfahrungen bewirken in den Kindern, dass sie in all ihrem Erleben erschüttert sind. Dazu gehört auch ihr Gefühlsleben. Manche Gefühle verschwinden scheinbar, andere werden stärker, wieder andere verändern sich in ihren Inhalten und ihrem Ausdruck. Deswegen werde ich in den folgenden Abschnitten auf einige dieser Gefühle eingehen, die Veränderungen durch traumatische Erfahrungen beschreiben und Ihnen Hinweise geben, wie Sie damit umgehen können.

Dass eine traumatische Erfahrung dazu führt, dass Kinder misstrauisch gegenüber anderen Menschen, ja, gegenüber der Welt werden, habe ich schon mehrmals erwähnt. Wenn Menschen, denen sie vertrauen, ihnen Gewalt antun, wenn sie in Situationen, die sie als vertraulich erlebt und in denen sie auf den Schutz der Erwachsenen vertraut haben, in existenzielle Bedrohungen gestürzt werden, dann bricht die Welt zusammen und damit auch das Vertrauen in die Welt.

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Weihnachtsbesuch von (fast) erwachsenen Kindern

von Dr. Claus Koch

Alle Jahre zur Weihnachtszeit schneien sie wieder herein: unsere (fast) erwachsenen Kinder. Kommen von überall her, aus Neuseeland, aus anderen Städten, in denen sie studieren oder ihre Ausbildung begonnen haben. Manche von ihnen sind bereits berufstätig oder absolvieren gerade ein Praktikum oder „Volo“. Und dann kommen sie für ein paar Tage zurück in ihr „altes“ Zimmer. Finden zurück in ihr „Kinderbett“ mit dem Pikachu-Kopfkissen, blicken auf die Plakate verflossener Idole ihrer Jugendzeit und Lieblingsstars, die immer noch an den Wänden hängen; sehen traurig zur halbvertrockneten Palme hinüber, die ihnen als Jugendliche so wichtig war, zumindest solange, wie ihre Eltern sie ausreichend begossen haben. Und fühlen sich, obwohl doch längst volljährig, wieder wie Kinder. Ein bisschen jedenfalls.

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Bindung und Bindungsprozesse vor und in der Schwangerschaft, Teil 4: Ängste und Phantasien, die das „Binnenklima“ in der Schwangerschaft belasten können

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Von Dr. Claus Koch

Auch wenn die Bindungsforschung davon ausgeht, dass sich eine „echte“ Bindung als wechselseitiger Prozess zwischen dem Säugling und seinen wichtigsten Bezugspersonen erst ab etwa dem sechsten Lebensmonat konstituiert, finden bereits vor der Geburt und besonders während der Schwangerschaft bindungsähnliche Prozesse zwischen dem Ungeborenen und seinen künftigen Eltern, besonders der Mutter, statt, die für die Bindungsgeschichte des Babys und Kleinkindes von großer Bedeutung sein können.

In fünf Blogbeiträgen stellen wir in den nächsten Wochen die wichtigsten Passagen eines Vortrages vor, den Claus Koch auf der 6. Fachtagung „Frühe Hilfen“ im September dieses Jahres in Hofheim am Taunus hielt. 

Ängste und mit diesen verknüpfte Phantasien spielen für das werdende Kind – und dies gilt natürlich auch für die Zeit nach seiner Geburt – die vielleicht bedeutendste Rolle. Ängste können, wie wir wissen, eine positive Wirkung erzeugen. Wenn eine Mutter Angst um ihr werdendes Kind hat, zeugt dies von einer es annehmenden und mitfühlenden Haltung und Beziehung zu ihrem Kind. „Ich habe Angst um dich, weil ich dich jetzt schon so liebhabe.“ Eine solche Angst ist von der mütterlichen – im Übrigen auch väterlichen Liebe – zum Kind geprägt. Sie ist gut. Sie verhindert, dass ich meinem Kind aversive Reize, auch hinsichtlich von schädigenden Substanzen, zumute. Sie sorgt dafür, dass ich mich jetzt schon um das Kind kümmern will, dafür sorgen, dass es ihm jetzt und später einmal gut geht. Eine solche Form von „fürsorglicher Angst“ erzeugt auch keinen Stress oder nur dann, wenn sie im Gefühlsleben der Mutter zu sehr überhandnimmt und alle anderen Gefühle „überstimmt“.

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