Trauer (Teil1): Die Trauer der Kinder ernst nehmen

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Vor einigen Monaten hörte ich, dass die Erzieherin eines Kindergartens in Rente ging und sich von den Kindern ihrer Gruppe mit einer kleinen Feier verabschieden wollte. Sie sagte vorher den Kindern: „Wenn ihr nicht weint, dann bekommt ihr ein Geschenk.“ Welche ein Unglück. Warum sollen Kinder nicht weinen, wenn eine Erzieherin, die sie mögen und der sie verbunden sind, geht? Trauern ist das Gefühl des Loslassens. Die Kinder müssen diese Erzieherin loslassen und das ist traurig. Weinen ist ein Ausdruck dieser Traurigkeit und es ist gut, die Tränen zu zeigen.

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Trauer (Teil2): Rituale der Trauer und des Abschieds

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Eine Klientin erzählte, dass sie als Kind die Oma tief und innig geliebt hatte. Doch plötzlich war die Oma weg. Sie war an einem Herzinfarkt gestorben. Zur Beerdigung durfte die damals Siebenjährige nicht mit. Die Eltern wollten ihr das „ersparen“.

Das war von den Eltern sicherlich gut gemeint, schadete aber dem Kind. Es konnte sich nicht von der Oma verabschieden. Deshalb blieb der Schmerz um den Verlust in ihr und belastete sie noch als erwachsene Frau.

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